65. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V.

20.-22. März 2018 in Koblenz

Das kulturelle Rahmenprogramm am 21. März 2018

Während der Tagung findet am Mittwochnachmittag, den 21. März 2018, das kulturelle Rahmenprogramm statt. Dies führt in diesem Jahr nach Mayen, wo  das Fachzentrum für Bienen und Imkerei als Ausrichter der Tagung ansässig ist. Nach einer Führung durch das historische Grubengelände kann Deutschlands bedeutenstes Fledermauswinterquartier im Rahmen einer Führung besucht werden. Abschließend ist ein Besuch in der Vulkanbrauerei in Mendig geplant, wo neben einem gemütlichen Abendessen auch eine Besichtigung der Brauerei, ein Biertasting oder ein Besuch in den historischen Basaltbierkellern angeboten werden.


Vorläufiger Ablauf zum kulturellen Rahmenprogramm:

15:00 Uhr

Abfahrt in Koblenz Ehrenbreitstein


Wanderung durch das Mayener Grubenfeld und Besuch der Basaltstollen mit Deutschlands
bedeutensten Fledermauswinterquartier



Abendessen in der Vulkanbrauerei mit der Möglichkeit eines Biertastings, einer Brauereiführung
oder einem Besuch der historischen Basaltfelsenkeller



geplante Rückfahrt nach Koblenz


Das Mayener Grubenfeld

Die Landschaft der Vordereifel ist durch den Vulkanismus geprägt. So brach unter anderem vor 200.000 Jahren ein Vulkan in unmittelbarer Nähe aus, wo heute die Stadt Mayen zu finden ist. Das durch die erkaltete Lava entstandene Basaltgestein zog schon sehr früh den Bergbau an diesen Standort, so dass Mayen heute auf  ca. 7.000 Jahre Bergbaugeschichte zurückblicken kann. Dabei wurden überwiegend Reib- und Mühlsteine, später Pflastersteine und Schotter gewonnen. Durch den Abbau entstanden so einerseits große Steinbrüche aber auch riesige unterirdische Stollensysteme. Seit 1950 hat sich die Steinindustrie aus dem Mayener Grubenfeld weitgehend zurückgezogen, und die Natur konnte sich diese Kulturlandschaft wieder zurückerobern.

Heute sind noch große Stollensysteme im Mayener Grubenfeld zu finden. Diese bieten Fledermäusen optimale Bedingungen für ihren Winterschlaf. So konnte sich im Laufe der Zeit, vermutlich seit dem späten Mittelalter, in diesen Stollen Deutschlands bedeutendstes Fledermauswinterquartier etablieren. Im Rahmen eines Naturschutzgroßprojektes (Laufzeit 2007-2013) unter der Leitung des NABU Rheinland-Pfalz wurden diese z.T. einsturtzgefährdeten Stollen gesichert und stehen nun unter Naturschtz.

Weitere Informationen: www.nabu-mayener-grubenfeld.de/

Aber nicht nur den Fledermäusen steht das Mayener Grubenfeld zur Verfugung. Ein Teil des Geländes wird von der Stadt Mayen auch turistisch genutzt. Neben einer Ausstellung können Besucher die 7.000 Jahre Bergbaugeschichte auch über Wanderwege mit anschaulichen Infotafeln erleben.

Weitere Informationen: www.mayen.de


Die Vulkanbrauerei Mendig

Ähnlich wie in Mayen wurden auch in Mendig Basaltvorkommen, die durch einen Vulkanausbruch entstanden sind, zur Mühlsteingewinnung abgebaut. Dieser Abbau erfolge über Jahrhunderte untertage, so dass unter der Stadt ein riesiges Stollenlabyrinth entstanden ist. Durch die konstanten Temperaturen von ca. 10°C in den unterirdischen Hohlräumen eigneten sie sich  zur Kühlung und wurden Ende des 19. Jhd. für die Bierbrauung und -lagerung genutzt. So wurde Mendig neben dem Steinexport auch durch die 27 Brauereien Anfang des 20. Jhd. bekannt.

Heute lebt diese Tradition des Bierbrauens noch in der Vulkanbrauerei Mendig weiter: So kann man in dieser Erlebnisbrauerei nicht einfach nur das Bier trinken, das in der modernen Bruaerei gebraut wird, sondern sowohl die Brauerei als auch den historischen Felsenkenner besichtigen. Auch ein Biertasting der verschiedenen Biersorten ist dort möglich. Zudem bietet die Brauerei eine reichhaltige Speisekarte mit Rezepten rund ums Bier an.

weitere Informationen: www.vulkan-brauerei.de